Press entry #75

Wolfgang Schwarz, Alexander Schweitzer, Katrin Rehak-Nitsche und Thomas Hitschler: Harte Regeln gegen Winzer müssen entsorgt werden

Eintrag von Wolfgang Schwarz |

Seit Wochen versetzen neue Vorgaben zu Schutzkleidung Winzer und Landwirte in Aufruhr. Die Abgeordneten Wolfgang Schwarz, Alexander Schweitzer, Katrin Rehak-Nitsche und Thomas Hitschler erklärt: „In unserem Weinanbaugebiet Pfalz zeigen sich viele Winzerinnen und Winzer bestürzt darüber, dass sie künftig viel häufiger einen sogenannten Ganzkörperschutz gegen Pflanzenschutzmittel tragen müssen. Ihre Sorge: Diese Anzüge erschweren ihre Arbeit ungemein. Überdies drohen Bußgelder, wenn Winzer gegen die Vorgaben verstoßen.“ Die SPD-Abgeordneten betonen: „Die vom Bundesamt für Verbraucherschutz und Lebensmittelsicherheit (BVL) in Verantwortung der Bundeslandwirtschaftsministerin Julia Klöckner verfügten Regeln sind praxisuntauglich, schießen über das Ziel hinaus und führen gar zu einer Kriminalisierung unserer Winzer. Julia Klöckner muss daher endlich die berechtigten Einwände des Weinbaus ernst nehmen und dafür sorgen, dass diese Regeln überarbeitet werden.“

Die Abgeordneten sagen weiter: „Natürlich muss es hohe Priorität haben, die im Weinberg Arbeitenden vor dem unmittelbaren Kontakt mit Pflanzenschutzmitteln zu schützen. Diese müssen allerdings mit den Arbeitsbedingungen der Praxis in Einklang gebracht werden. An heißen Frühlings- und Sommertagen können nicht dauerhaft Ganzkörperanzüge aus Kunststoff getragen werden. Und es ist auch schlicht nicht praktikabel für Weinberge nach dem Ausbringen von Pflanzenschutzmitteln ein tage- oder wochenlanges Betretungsverbot zu verhängen.“

Zum Hintergrund: Die entsprechenden Auflagen sind mittlerweile in Kraft getreten, und sie werden schrittweise bei neu zugelassenen oder genehmigten Pflanzenschutzmitteln umgesetzt. Bestehende Zulassungen bleiben hiervon unberührt.