Press entry #61

Dorf-Büros sollen neue Arbeitsformen auf dem Land bieten

Eintrag von Wolfgang Schwarz |

Innenminister Roger Lewentz hat die Kommunen im Land animiert, sich um die
Finanzierung und Beratung für ein Dorf-Büro zu bewerben. Mit bis zu 100.000 Euro
kann ein solches Vorhaben im Rahmen eines erweiterten Modellprojekts gefördert
werden.
„In diesem und den nächsten beiden Jahren sollen so insgesamt bis zu neun Dorf-
Büros entstehen. Auch sie sollen dazu beitragen, den ländlichen Raum weiter zu
stärken und durch neue Arbeitsformen zukunftsfähig zu gestalten“, sagte Innenminister
Roger Lewentz. Vor allem für Pendlerinnen und Pendlern könnten Dorf-Büros eine gute
Alternative darstellen und durch die wegfallenden Wegstrecken mehr Lebensqualität
bieten.
„Gleichzeitig sollen die Büros das Dorfleben in rheinland-pfälzischen Kommunen
beleben“, so Lewentz. Die Dorf-Büros sollen als sogenannte „Coworking Spaces“
eingerichtet werden, also als flexibel mietbare Büro-Arbeitsplätze mit der nötigen
technischen Ausstattung und Besprechungsräumen. Sie haben das Potential, Arbeit
zurück in die Dörfer zu holen und kommunalen Leerstand wiederzubeleben.
Drei Kommunen mit realisierbaren Konzepten können bereits für das Jahr 2019
ausgewählt werden. Die Unterstützung erfolgt durch Beratung und eine Finanzierung in
Höhe von bis zu 25.000 Euro für die Einrichtung und bis zu 25.000 Euro pro Jahr für die
ersten drei Projektjahre.
Im 2. Quartal 2019 wird es einen Wettbewerb geben, bei dem sich die Kommunen
bewerben können. Eine Informationsveranstaltung findet bereits Mitte April statt.
Unterstützung bei Planung, Eröffnung und Betrieb bietet die Entwicklungsagentur
Rheinland-Pfalz, die bereits Erfahrungen im Modellprojekt „Schreibtisch in Prüm“
gesammelt hat. Weitere Informationen finden Sie unter: http://dorfbueros-rlp.de/