Pressemitteilung #49

Wiesenbewässerung in den Queichwiesen zwischen Landau und Germersheim zum Immatriellen Kulturerbe erklärt

Eintrag von Wolfgang Schwarz |

Wie die beiden SPD-Landtagsabgeordneten Alexander Schweitzer und Wolfgang Schwarz mitteilen, wurde die Wiesenbewässerung in den Queichwiesen zwischen Landau und Germersheim zum Immateriellen Kulturerbe erklärt und damit in das bundesweite Verzeichnis der Deutschen UNESCO-Kommission aufgenommen.

 

Dazu Schweitzer und Schwarz: „Seit über 500 Jahren ist die Wiesenbewässerung in den Queichwiesen von großer Bedeutung für die landwirtschaftliche Kulturtechnik. Von Beginn an haben wir den Antrag zur Erklärung als Immaterielles Kulturgut unterstützt. Wir freuen uns sehr, dass durch die Erklärung zum Immateriellen Kulturerbe diese Technik nun gewürdigt wird, die in besonderer Art und Weise auf einen nachhaltigen Umgang mit der Natur basiert.“ Schweitzer und Schwarz weiter: „Besonders möchten wir uns bei allen Bürgerinnen und Bürgern, Vereinen, Stiftungen und nicht zuletzt den Landwirten und Kommunen für ihr Engagement bedanken, die mit ihrem bemerkenswerten Einsatz zur Erhaltung und Lebendigkeit dieser so bedeutenden Technik beigetragen haben.“

 

Die seit dem Mittelalter betriebene Wiesenbewässerung wird heute noch als ganzjährige Bewirtschaftung mit Frühjahrs- und Sommerbewässerung durchgeführt und folgt der Technik der Staugrabenberieselung. Die Interessengemeinschaft Queichwiesen pflegt das lebendige kulturelle Erbe stellvertretend für die einheimische Bevölkerung.

 

Zum Hintergrund:

 

Das Bundesweite Verzeichnis des Immateriellen Kulturerbes zeigt exemplarisch, welche lebendigen kulturellen Traditionen und Ausdrucksformen in Deutschland praktiziert und weitergegeben werden. Es würdigt kreative, inklusive und innovative Kulturformen und deren Erfahrungswissen. Insgesamt beinhaltet das Verzeichnis 97 Kulturformen und Modelle guter Praxis zur Erhaltung Immateriellen Kulturerbes. Über Aufnahmen in das Verzeichnis wird regelmäßig in einem mehrstufigen Verfahren entschieden. Die Erstellung eines Nationalen Registers ist eine Verpflichtung aus dem UNESCO-Übereinkommen zur Erhaltung des Immateriellen Kulturerbes, dem Deutschland 2013 beigetreten ist. Die Vorschläge kommen aus der Zivilgesellschaft. Ziel ist, die Vielfalt des lebendigen Kulturerbes in Deutschland und weltweit zu erhalten, zu pflegen und zu fördern.