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29.01.2015 09:26 Alter: 2 yrs
Kategorie: Mainz

Komasaufen: „Vorsorge ist besser als Nachsorge“


Saufen bis der rot-weiße Partybus kommt, ist nicht mehr cool. Die Präventionsprogramme der Landesregierung zeigen erste Erfolge. Immer weniger Jugendliche werden wegen einer Alkoholvergiftung ins Krankenhaus eingewiesen.

Zum ersten Mal seit Erfassung der Daten müssen weniger junge Menschen wegen Alkoholvergiftungen behandelt werden als im Vorjahr. Nach Angaben des Statistischen Landesamtes wurden im Jahr 2013 1.378 Jugendliche im Alter von zehn bis 19 wegen übermäßigem Alkoholkonsum ins Krankenhaus eingewiesen. 2012 waren es noch 1.683 Fälle, was einem Rückgang von 18,1 Prozent entspricht. Auch die aktuelle Drogenaffinitätsstudie der Bundeszentrale für gesundheitliche Aufklärung (BZgA) belegt einen zurückgehenden Alkoholkonsum bei Kindern und Jugendlichen. Immer mehr junge Menschen sagen sogar, sie hätten noch nie in ihrem Leben Alkohol konsumiert.

Der Sucht- und Drogenpolitische Sprecher Wolfgang Schwarz der SPD-Landtagsfraktion rheinland-pfälzische Landesregierung sieht diese Entwicklung als Bestätigung für den Erfolg zahlreicher Präventionsprogramme. „Mach dir nix vor!“, „MOVE“ (Motivierende Gesprächsführung mit konsumierenden Jugendlichen“ oder „FreD“ (Frühintervention bei erstauffälligen Drogenkonsumente) sind nur einige Beispiele vielfältiger Maßnahmen und Projekte, die von der Landesregierung gefördert werden. „HaLT – Hart am Limit“ ist ein großartiger und passgenauer Ansatz zur Vorbeugung des Rauschtrinkens und des riskanten Alkoholkonsums bei jungen Menschen, für dessen finanziellen Förderung im August letzten Jahres eine Rahmenvereinbarung zwischen den gesetzlichen Krankenkassen und dem Land unterzeichnet wurde.

 „Gerade junge Menschen müssen frühzeitig über die Gefahren riskanten Alkoholkonsums informiert und für einen verantwortungsbewussten Umgang mit Alkohol sensibilisiert werden“, hebt Wolfgang Schwarz, MdL, die Signifikanz intensiver Präventionsarbeit in Schulen und anderen Erziehungsinstitutionen. „Bei meiner früheren Arbeit als Polizist kam ich immer wieder in Kontakt mit alkoholisierten Jugendlichen und weiß, wie gefährlich ein Rausch für junge Menschen enden kann.“ Gerade junge Männer sind besonders betroffen. Die Gruppe der 15- bis 19-jährigen männlichen Jugendlichen machen mit 769 Einweisungen rund 17 Prozent der insgesamt 4.606 Alkoholintoxikationen aller Altersgruppen in Rheinland-Pfalz aus.

„Kinder müssen lernen, wie sie alltäglichen Herausforderungen und schwierige Lebenssituationen bewältigen können ohne gleich zur Flasche zu greifen“, betont der rheinland-pfälzische Sucht- und Drogenbeauftragte Wolfgang Schwarz. Darüber hinaus fördern suchtpräventive Maßnahmen eine gesundheitsbewusste Lebensweise und den verantwortungsbewussten Umgang mit Gefährdungen.